Die Birke – die Pionierin

Botanisches:
„Betula pendula“ – wie die Birke mit botanischem Namen heißt – ist ein äußerst anpassungsfähiger Baum und gilt als Pionier: Die Birke ist meist der erste Baum, der eine Landschaft besiedelt oder wiederbesiedelt. Es ist keine Seltenheit, selbst auf Mauerresten oder in Dachrinnen eine Birke sprießen zu sehen. Ihr weißer Stamm verleiht ihr ein elegantes Aussehen. Birken werden etwa 120 Jahre alt und an die 20 Meter hoch. Der Stammumfang bleibt jedoch bescheiden.

Charakter:
Birke-Menschen (24. Juni) sind Individualisten. Sie zeigen meist die Eigenheit, auch auf die kleinen Einflüsse aus ihrer Umwelt zu reagieren. Sie sind beweglich und es dürfte schwierig sein, das Verhalten und die Reaktion von Birke-Menschen vorherzusagen. Ihr Seelenleben ist vielschichtig, eine ganze Menge an Stimmungen und Gefühlen liegen dicht nebeneinander. Stimmungsschwankungen und Empfindlichkeit werden zwar gerne zur Schau getragen, dennoch sind Birke-Geborene seelisch stabil und kaum aus der Ruhe zu bringen. Bei Problemen setzen sie ihr diplomatische Geschick ein. Nützt das nichts, dann neigen sie dazu, das Problem mit umwerfender Arroganz abzutun und fortan zu ignorieren.

Mythologie:
Da die Birke selbst auf Ruinen wächst, gilt sie als Baum des Neubeginns. Schon die Kelten verehrten sie als Symbol der Erneuerung. Der 2. Februar, der heutige Lichtmesstag, war Festtag der Ermutter-Göttin Brigid und zugleich der Birke. Beide Namen haben, wie unschwer zu erkennen ist, den selben Wortstamm „bhereg“. In vielen asiatischen Kulturen ist die Birke der Schamanenbaum. Heute weiß man auch warum: die Birke lebt nämlich in Symbiose mit dem Fliegenpilz. Dieser liefert eine stark halluzinogene Droge, mit der die Schamanen sich in Trance versetzten.

Heilendes:
Tee aus Birkenblättern und der zu Frühlingsbeginn stark aufsteigende Birkensaft haben in der Volksmedizin eine große Bedeutung. Birkenwasser galt bereits im 13. Jahrhundert als belebender Frühlingstrunk und gilt als Haarwuchsmittel. Birkenblättertee ist ein hervorragendes Entschlackungsmittel im Rahmen einer Frühlingskur. Er tut besonders der Haut gut.

Verarbeitung:
Das Holz der Birke ist biegsam und zäh und hat einen sehr hohen Brennwert. Durch die trockene Destillation von Holz und Rinde wird zudem Birkenteer gewonnen, der in der Pharmakologie eine Rolle spielt. Birkenholz ist zudem sehr hell und wird daher in der Möbelindustrie gerne verwendet.

Texte aus:
„Lebensbäume“ von Manfred Neuhold, ISBN: 978-3902016522,
Link zu Amazon: http://www.amazon.de/Lebensb%C3%A4ume-Manfred-Neuhold/dp/3902016523/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1346062744&sr=8-3
Bäume erkennen und bestimmen von Bruno P.Kremer, ISBN: 978-3800142651
Link zu Amazon: http://www.amazon.de/Steinbachs-Naturf%C3%BChrer-B%C3%A4ume-Erkennen-bestimmen/dp/3800142651/ref=sr_1_20?s=books&ie=UTF8&qid=1346062850&sr=1-20
Bildquelle: Original book source: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *