„Die Message lautet eindeutig: Holzhäuser funktionieren“

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Fam. Becker wohnt in Wien und hat gemeinsam mit Scandinavian Blockhaus ein sehr individuelles Blockhaus gebaut. Es ist, wie Herr Becker selber sagt, kein Haus von der Stange, sondern ein Architektenhaus. Der Hauptkörper in T-Form weist eine durchgängige Breite von 4,5 Meter mit aufgesetzter Mansarde samt Giebeldach auf. Im vorderen Bereich des „T“ ist das Wohnzimmer angelegt, die anderen Räumen sind im schmalen Körper des Hauses untergebracht. „… und die Mansarde ist für die Jugend reserviert – samt Bad und Mehrzweckraum“, erklärt Carsten Becker. Die Fragen, die wir Herrn Becker sonst noch gestellt haben, wurden allesamt auf sehr informative und unterhaltsame Weise beantwortet:

Warum ist es überhaupt ein Holzhaus geworden?
Carsten Becker: Erzählen Sie mal Ihren Freunden, dass Ihnen Holzhäuser gefallen UND Sie eines bauen wollen … in der Stadt. Viele werden den Kopf schütteln. Gute Freunde werden Ihren Mut zu träumen loben, Ihnen aber tausend Gründe nennen warum Sie das nicht in der Praxis umsetzen sollten. Entweder Sie haken das Thema dann ab oder sie versuchen jedes einzelne Argument auf seine Zulässigkeit zu überprüfen. Wir haben das getan und festgestellt, dass so gut wie alle Vorbehalten entkräftet werden können. Ein Beispiel: Es gibt sogar Baubehörden die eine regelrechte Freude haben auch mal ein Holzbauprojekt zu begleiten.

Und wie sind Sie zu Scandinavian Blockhaus gekommen?
Carsten Becker:  Wir haben dem Projekt sehr viel Zeit gegeben, trotzdem aber laufend den Markt beobachtet und Anbieter verglichen. Nach 10 Jahren war tatsächlich nur noch ein Kandidat übrig, der über die ganze Zeit positiv aufgefallen ist und das war Scandinavian Blockhaus.

Wie würden Sie Ihr Haus beschreiben?
Carsten Becker: Bei der Dimensionierung waren wir einerseits durch die Grundstücksgröße gebunden, andererseits wollten wir es bewusst nicht übertreiben. Wir sind also unter 150m² geblieben. Ohne Keller! Eine ausgebautes Mansarden-Dachgeschoß für die Jugend, im Erdgeschoß Wohn- und Kochbereich sowie die Räume für uns Eltern.

Bei der Wahl für ein Holzhaus war schon ein sehr zentraler Punkt, dass der Baustoff Holz auch erlebbar sein sollte. In unserem Fall war die Variante D-Block die Ideallösung. Aussen die Rundblock-Optik, innen aber eine raumsparende Dämmungs-Holzverschalungslösung. Im Innerraum haben wir die Holzversschalung teilweise durch Rigipsplatten ersetzt. Heute würden wir wohl noch eine Spur mehr Rigipswände vorsehen, weil damit die Helligkeit des Raums positiv zu beeinflussen ist, wenn das Holz später nachdunkelt.

winkel Haben Sie den Innenausbau selbst gemacht?
Carsten Becker:  Beim Innenausbau haben viele zusammen geholfen. Ohne professionelle Unterstützung muss man jedenfalls eine überproportional längere Zeitschiene ansetzen. Und ja, desto größer ein eingespieltes Team ist, desto rascher geht es auf der anderen Seite wieder. Wir haben daher weitgehend Professionisten beschäftigt bzw. die Helfer von Professionisten dirigieren lassen. Alternativ sehe ich nur noch das Modell ‚Bastler mit unheimlich viel Zeit‘.

Wenn Sie andere davon überzeugen sollten, selbst zu bauen und wenn dann schon mit Holz, wie würden die Argumente lauten?
Carsten Becker:  Die Message ist: ‚Holzhäuser funktionieren‘. Und dann würde ich schon zum Probewohnen raten. Es gibt ja zunehmend Holzhausdörfer für Winter- und Sommerurlaube. Wer daran Gefallen findet oder sogar begeistert ist, der wird, wenn es irgendwie geht, auch mit Holz bauen.

seitenansichtHaben Sie eine schöne Erinnerung an den Hausbau? Eine Episode, die in Erinnerung blieb?
Carsten Becker: Ich hatte lange eine mehrseitige Liste an unerledigten Dingen, die ich laufend durchgegangen bin. Und wir hatten keinen Überblick mehr … irgendwann aber kam dann der Tag, wo eine A4 Seite ausgereicht hat, die offen Punkte festzuhalten. Ein echter Glücksmoment. Erst zu dieser Zeit hatten wir die Hausbauerei dann auch gefühlt im Griff.

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